Mit einem grandiosen Konzert der Folkrockgruppe Schandmaul ging das 40. Hohentwielfestival Singen zu Ende. Noch lange in schöner Erinnerung bleiben werden zahlreiche Gänsehaut-Momente, z.B. als die Scorpions hoch oben auf der Festung Hymnen wie "Wind of Change" oder "Send me an Angel" anstimmten oder Sänger Adel Tawil sein Publikum mit Hits wie "So soll es bleiben" und "Ich bau 'ne Stadt für Dich" verzauberte. Auch vom Klassik-Abend dürften viele noch immer schwärmen: Die Sopranistin Iride Martinez begeisterte mit lateinamerikanischem Temperament und Leidenschaft. Begleitet wurde die international bekannte Opernsängerin von der Südwestdeutschen Philharmonie. Den Höhepunkt bildete das Burgfest mit einem rund 90stündigen Programm auf 13 Bühnen: Kunst, Klamauk und kulinarische Köstlichkeiten lockten in diesem Sommer erneut rund 15.000 Besucher auf den Hohentwiel. Auch mit dem Zulauf zu den Konzerten sind die Veranstalter zurfieden: Die Konzerte mit Ich + Ich und den Scorpions waren lange im Vorfeld ausverkauft, und auch der Klassik-Abend und das Gastspiel von Schandmaul waren sehr gut besucht.
Die Stadt Singen und KOKO & DTK Entertainment freuen sich auch über die zunehmend größere Aufmerksamkeit, die das Festival in der Schweiz erregt. Dies spricht nicht nur für das außergewöhnliche Musikprogramm auf dem Hohentwiel, wo regelmäßig Künstler zu Gast sind, die normalerweise vor viel größerem Publikum spielen, sondern auch auf das außergewöhnlich stimmungsvolle Ambiente auf der Festung: Hoch oben auf dem Hohentwiel, zwischen malerischen mittelalterlichen Burgmauern und satt grünen Bäumen, laufen Künstler zu Höchstleistungen auf. So stellte Adel Tawil, Sänger von Ich + Ich fest, dass dies einer der schönsten Orte sei, an denen er bislang gespielt hatte und freute sich über die sensationelle Aussicht auf die imposante Alpenkette und den blau schimmernden Bodensee. Selten kommen Stars und Publikum einander so nah wie auf dem Hohentwiel, selten gibt es bei Konzerten so viele Gänsehautmomente wie hier oben auf der Karlsbastion.
Ja, und vielleicht hat sich der Wettergott dieses außergewöhnliche Schauspiel nicht entgehen lassen wollen, denn trotz anfänglich düsterer Prognosen verzogen sich die Wolken wenige Stunden vor dem Auftakt-Konzert mit den Scorpions und bescherten dem diesjährigen Hohentwielfestival zum 40. Geburtstag herrliches Sommerwetter. Erst zum Finale mit Schandmaul gab es zur Abkülung einen kleinen Schauer. Der Stimmung im Publikum tat es jedoch keinen Abbruch, und schon nach einer halben Stunde zeigte sich dann auch die Sonne wieder. So dürfte das 40. Hohentwielfestival als eines der schönsten in die Geschichte der Traditionsveranstaltung eingehen.